Playdate-Puzzlespiel
„Roundabout“ ist ein Logikspiel für die Playdate, das meine Kommilitonin Xenia und ich innerhalb eines Semesters entwickelt haben. Das Spiel wird demnächst im offiziellen Playdate-Store Catalog erscheinen.

Über das Projekt
Die Playdate ist eine kleine tragbare Konsole mit einem Schwarz-Weiß-Bildschirm und einer Kurbel an der Seite. Für dieses Projekt wollten wir ein Spiel entwickeln, bei dem die Kurbel nicht nur eine Taste ersetzt, sondern ein fester Bestandteil des Spielprinzips ist. Daraus ist Roundabout entstanden.
In Roundabout bewegt man eine kleine Figur durch Drehen der Kurbel über kreisförmige Bahnen. Ziel ist es, ein verschiebbares Quadrat in den Mittelpunkt zu bringen und anschließend auch mit der Spielfigur dort anzukommen. Dafür muss man mehrere Schritte im Voraus planen.

Spielprinzip
Das Quadrat lässt sich nur schieben, nicht ziehen. Deshalb muss die Spielfigur auf der richtigen Seite stehen, bevor sie das Quadrat weiterschieben kann. Häufig führt der Weg zunächst um das Quadrat herum. Brücken, Schalter, Druckplatten und gesperrte Wege machen die einzelnen Level zunehmend kniffliger.
Einige Elemente können nur einmal benutzt werden. Wird ein Schalter zu früh ausgelöst oder eine Brücke im falschen Moment betreten, lässt sich der geplante Weg möglicherweise nicht mehr fortsetzen. Ein Level ist erst gelöst, wenn sowohl das Quadrat als auch die Spielfigur den Mittelpunkt erreicht haben.
Warum wir noch einmal neu angefangen haben
Roundabout war nicht unsere erste Idee. Den größten Teil des Semesters haben wir an Undertow gearbeitet, einem schnelleren Actionspiel mit beweglichen Ringbahnen und verschiedenen Gegnern. Obwohl bereits eine weit entwickelte und spielbare Version existierte, haben wir beim Testen gemerkt, dass uns die eigentliche Spielidee nicht überzeugte.

Deshalb haben wir uns entschieden, mit einer neuen Idee weiterzumachen. Die Ringbahnen, Brücken und die Steuerung mit der Kurbel haben wir beibehalten, ihnen aber eine andere Aufgabe gegeben. So ist aus dem schnellen Actionspiel ein ruhiges Logikspiel mit klareren Regeln entstanden.
Gestaltung ohne Farben
Da die Playdate nur Schwarz und Weiß darstellen kann, mussten unterschiedliche Zustände ohne Farben erkennbar sein. Dafür haben wir Muster, Symbole und kleine Bewegungen verwendet. Elemente, die nur einmal benutzt werden können, sind beispielsweise schraffiert. Noch nicht aktive Brücken bestehen zunächst aus einzelnen Punkten.
Wird ein Schalter ausgelöst, wackelt kurz die Stelle, an der sich etwas verändert. Neue Spielelemente werden außerdem Schritt für Schritt eingeführt. Wenn sie zum ersten Mal erscheinen, hält das Spiel kurz an und erklärt die wichtigste Regel mit einem knappen Hinweis.

Meine Aufgaben
Bei diesem Projekt habe ich vor allem das Game Design und die visuelle Gestaltung übernommen. Dazu gehörten die Spielregeln, die einzelnen Rätsel, das visuelle Konzept und das Tutorial. Ich habe die Level entwickelt und getestet. Dabei habe ich geprüft, ob die Lösungen verständlich waren, unbeabsichtigte Abkürzungen entstanden oder man an bestimmten Stellen stecken bleiben konnte. Bei einzelnen Aufgaben habe ich außerdem die Programmierung unterstützt.
Meine Projektpartnerin Xenia hat den größeren Teil der Programmierung übernommen. Wichtige Entscheidungen, Tests und die nächsten Arbeitsschritte haben wir gemeinsam besprochen.
Was ich aus dem Projekt mitnehme
Aus dem Projekt habe ich vor allem mitgenommen, dass man eine Idee nicht nur deshalb weiterführen sollte, weil bereits viel Arbeit darin steckt. Der Wechsel zu Roundabout war schwierig, hat das Projekt aber deutlich verbessert.
Dabei mussten wir nicht alles verwerfen. Die stärksten Teile des ersten Entwurfs konnten wir übernehmen und zu einem neuen, stimmigeren Spiel weiterentwickeln.
Den Quellcode und weitere Einblicke in die Entwicklung sind im GitHub-Projekt zu finden.












